Ich gebe es zu, was Trends im Haushalt angeht, bin ich immer etwas hinterher. Ein selbst fahrender Staubsauger war bei uns ganz lange kein Thema, Kuchenteige werden immer noch mit dem alten Handmixer gerührt und klar ist: ein Thermomix kommt mir nicht ins Haus. Und so ist es nicht verwunderlich, dass ich die oft so hoch gelobten Heißluftfriteusen, sprich Arifryer, nicht wirklich auf dem Schirm hatte.
Aber in der letzten Zeit häuften sich die Gespräche mit Freunden, Bekannten, Nachbarn und alle schwärmten von diesen Geräten. Das führte dazu, dass ich mich informierte und mich dann getraut habe, Schritt 1 zu machen: Ich habe das Thema bei meinem Mann angesprochen.
Neue Geräte anschaffen heißt bei uns: Zuerst den Göttergatten in mehreren Diskussionsstufen überzeugen. Aber da war diesmal wochenlang wirklich nichts zu machen. Jeder Ansatz wurde im Keim erstickt mit dem – ehrlicherweise richtigen – Verweis auf die etwas unübersichtliche Geräte-Lage in unserem viel zu kleinen Abstellraum.
Aber diese Woche blieb mir keine Wahl mehr: Ich traf eine einsame Entscheidung und kaufte mit dem nicht diskutierbaren Argument „Du bestimmst im Garten, ich in der Küche“ den Airfryer. Seit zwei Tagen punkte ich damit am Tisch: Knusprige Reibekuchen, lecker Bratwurst, Hähnchenfilet außen kross innen saftig – ich bin begeistert. Da Liebe durch den Magen geht, hat der Liebste bereits nach kurzer Zeit kapituliert. Zum Dank gibts morgen Steak und ich räume auch noch den Abstellraum auf – also demnächst, vielleicht, mal sehen…

