Vorsicht vor Menschen auf zwei Rädern!

Gestern habe ich in meiner Tageszeitung gelesen, dass sich die Polizei Gifhorn nun verstärkt um Senioren kümmert, die auf dem Fahrrad oder E-Bike unterwegs sind. Denn: Senioren auf zwei Rädern sind offenbar häufiger in Unfälle verwickelt als andere Personengruppen. Prävention soll dabei im Vordergrund stehen, zum Beispiel möchten die Beamten Senioren ohne Helm davon überzeugen, sich doch besser zu schützen.

Ich würde mich freuen, wenn die Prävention ein Stück weiter ginge: Wenn die Beamten den Älteren auf dem Bike doch bitte erklären, wie sie etwas mehr Rücksicht nehmen könnten. Und das bitte auch ausweiten auf die jungen Leute auf diesen schrecklichen E-Scootern. Schon mehrfach haben mich ältere Menschen, die ganz offensichtlich ihre Geschwindigkeit nicht mehr einschätzen können und auch keine Klingelsignale geben, beinahe über den Haufen geradelt.

Dass wir in Deutschland die Klingel abgeschafft haben am Zweirad habe ich anscheinend verpasst. Auch die Tatsache, dass die E-Scooter-Teenies immer Vorfahrt haben und so dicht an einem vorbei rauschen müssen, dass eine falsche Bewegung zur Kollision führen könnte, habe ich irgendwie nicht mitbekommen. Von einer Entschuldigung bei Fehlverhalten sind übrigens alle Altersklassen weit entfernt.

Die Krönung ist jedoch eine Frau, die mir beim Gassigehen mit unserem Hund schon mehrfach im wahrsten Sinne des Wortes quer kam: Sie fährt auf einem ganz normalen Hollandrad. Laut telefonierend mit nur einer Hand am Lenker steuert sie in Schlangenlinien auf einen zu und schaut überall hin, nur nicht auf den Weg vor sich – unnötig zu sagen, dass sie auf Ansprache nicht reagiert, sie muss ja telefonieren, das ist nun mal wichtiger.

Ich habe mal gelernt, dass man Rücksicht nimmt auf den jeweils Schwächeren: der Autofahrer auf Radfahrer und Fußgänger, die Radfahrer bitte auf die Fußgänger… Könnte doch so einfach sein…